„Ein Dorf gibt Gas“ – dies war das Motto und die Ankündigung für das Musikantenfest der Dorfgemeinschaft Kleinschloppen. Es wurde nicht zu viel versprochen: 100 Musikanten der verschiedensten Couleur, Sänger und Tanzgruppen gaben den passenden Sound und legten einen Traumstart hin. Das Musikspektakel war bei herrlichem Sonnenschein ein wahrer Besuchermagnet. Mehr als tausend Musikbegeisterte fanden sich im Laufe des Tages in Kleinschloppen ein. Die urwüchsige Plattform für das Musik-Open-Air bildete der idyllische Dorfplatz rund um den „Schlierma-Dorfbrunnen“.

Das „Fichtelgebirgs-Duo“ war immer zu Späßen aufgelegt.

Bürgermeister Thomas Schwarz wies bei der Eröffnung darauf hin, dass das zweite Musikantenfest in Kleinschloppen zwar das jüngste im Reigen der Feste der Stadt Kirchenlamitz ist. „Es ist jedoch ein Fest mit Erfolgsgarantie. Dies ist der Dorfgemeinschaft Kleinschloppen zu verdanken – eine rührige Truppe.“ Schwarz dankte den Musikanten und Tänzern, die den Tag ausgestalteten. Ein besonderer Dank gelte der Tatsache, dass bei dem großen Benefizkonzert ohne Gage gespielt werde; die Dorfgemeinschaft stellt den Erlös für einen guten Zweck zur Verfügung. Schwarz zitierte dazu einen passendes Aphorismus von Berthold Auerbach: „Musik wäscht die Seele vom Staub des Alltags rein.“

Danach erklärte der zweite Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Thomas Herold, das Musikantenfest für eröffnet. Schwungvoll ging es gleich los mit den Akkordeonklängen von Patric Gesing aus Schönwald.

Breites Repertoire

Das Repertoire der Darbietungen erstreckte sich von volkstümlicher Musik in einer bunten Vielfalt, die auch altes Brauchtum lebendig werden ließ. Viele der Besucher genossen die Musik in einem schattigen Plätzchen unter den blühenden Kastanien auf dem Dorfplatz; weithin sichtbar der Maibaum, der in den fränkischen Farben Rot-Weiß glänzte.

Bei den Auftritten wechselten sich in bunter Reihenfolge die Musikgruppen, Solisten, Sänger und Tänzer ab. So gaben ihr Debüt „Heinz und Horst“ (Kirchenlamitz/Hohenbuch), Patric Gensing (Schönwald), „Heinz und Werner“ (Weißenstadt/Fichtelberg), die Volkstanzgruppe „Dschäneraischn“ der Landjugend Plösen mit fränkischen Volkstänzen, wie das „Gerchla“ oder der „Schlamperer“. Der Leupoldsgrüner Viergesang (Leupoldsgrün); die Volkstanzgruppe der Landjugend Reicholdsgrün in ihrer schmucken Sechsämtertracht; die Kulmbocher Stollmusikanten (Kulmbach), die Krebsbacker Blasmusik und der Posaunenchor Kirchenlamitz, das Akkordeon-Duo „Fichtelgebirgs-Echo“ (Witzleshofen), Karin Pfaffenberger (Mannsflur, Marktleugast) spielte den Dudelsack und das Münchberger Zithernspektakel.

Thomas Herold dankte allen Akteuren für einen glanzvollen Einsatz.

Ein klingendes Spektakel