Beginn der Dorferneuerung war im Jahre 2000 mit dem Gehweg.

Inzwischen wurde ein Dorfgemeinschaftshaus angeschafft und weitgehend umgebaut.

Mit dem Dorfanger wurde 2006 begonnen

Fertigstellung: September 2007

Einweihung: 28.09.2007

Folgender Text war in der Frankenpost am 02.10.2007 über die Einweihung veröffentlicht:

Freibier aus Dorfbrunnen
Dorferneuerung | Feierliche Einweihung der Maßnahmen in Kleinschloppen

KLEINSCHLOPPEN – Aus dem neu gestalteten Dorfbrunnen sprudelte das Freibier, und Bürgermeister Reinhard Weiß verkündete: „Dies ist ein besonderer Tag für Kleinschloppen.“ Zu feiern galt es die Einweihung der Dorferneuerung Kleinschloppen. Damit verbunden waren eine Neugestaltung des Ortes sowie die Renovierung eines ehemaligen Wohnhauses, das als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird.
„Wir wollen auch weiterhin daran arbeiten, dass die Ortsteile lebenswert bleiben“, sagte Bürgermeister Weiß. Er hob hervor, dass es in Kleinschloppen noch eine intakte Dorfgemeinschaft gebe. Mit dem neu geschaffenen Dorfgemeindehaus sei in neuer Mittelpunkt des Ortes entstanden. In Kleinschloppen habe sich die Dorferneuerung zwar um ein Jahr verzögert, jedoch gelte hier das Sprichwort: „Gut Ding will Weile haben“.

Dorfgemeinschaftshaus

Weiß wies darauf hin, dass in Kleinschloppen bereits im Jahr 2000 ein Gehweg entlang der vielbefahrenen Kreisstraße WUN 1 geschaffen wurde. Als wichtige Maßnahme bezeichnete der Bürgermeister die Sanierung eines Bauernhauses und dessen künftige Nutzung als Dorfgemeinschaftshaus. Nach dem Erwerb des Hauses habe die Dorfgemeinschaft mit erheblichem Aufwand die Umbaumaßnahmen durchgeführt. Zur Mittelbeschaffung habe die Dorfgemeinschaft den Ausschank zum Volks- und Wiesenfest übernommen. Weiß rechnete vor, dass für Dorferneuerungsmaßnahmen in der Stadt Kirchenlamitz bisher 850 000 Euro aufgewendet wurden. Dazu habe die Stadt 500 000 Euro Fördermittel erhalten.

Dieter Kühnlein vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) in Bamberg erinnerte daran, dass das Ingenieurbüro Günther aus Hof bereits im Herbst 2005 die Planung erstellt habe. Zunächst sei vorgesehen gewesen, dass 2006 mit dem Bau begonnen werden sollte. Unerwartet habe die Stadt Kirchenlamitz jedoch eine Mittelzusage für die Erneuerung der Kanalisation erhalten. Demzufolge habe die Dorferneuerung zeitlich auf den Kanalbau abgestimmt werden müssen. Außerdem hätten Änderungen bei der Ausführungsplanung und ein Ausschreibungsstopp des Staatsministeriums für eine weitere Verzögerung gesorgt. Letztendlich sei im Mai 2007 mit dem Bau begonnen worden. Kühnlein dankte der Baufirma Roth aus Wunsiedel, die nicht nur schnell, sondern auch sorgfältig gearbeitet habe.

Kühnlein teilte mit, dass die Ortsstraße auf einer Länge von 335 Metern erneuert wurde. Der Geh- und Radweg sei auf einer Länge von 75 Metern mineralisch befestigt worden. Durch die Neuplanung der Einfahrten in die Kreisstraße und den Neubau eines Buswartehäuschens sei die Verkehrssicherheit wesentlich verbessert worden.

Laut Kühnlein wurde an der Giebelseite des Dorfgemeinschaftshauses eine Fläche gestaltet, die sowohl als Ruhebereich, als auch als Festplatz dienen soll. Die Treppe zum Gemeinschaftshaus sei erneuert und das Treppenpodest verlängert worden, so dass auch Rollstuhlfahrer Zugang haben. Durch den Bau einer Stützmauer beim Anwesen Döhler und die Neugestaltung des Brunnens sei der Umgriff des Gemeinschaftshauses wesentlich aufgewertet worden. Mit der Eingrünung und Bepflanzung des Angerbereichs werde die Maßnahme im Frühjahr 2008 abgeschlossen, teilte Kühnlein mit. Wie er sagte, werden Baukosten von 228 000 Euro anfallen. Davon werden 172 000 Euro vom Amt für Ländliche Entwicklung aufgebracht, 56 000 Euro müsse die Stadt Kirchenlamitz tragen.

Wie Kühnlein weiter ausführte, wurde das Anwesens Kleinschloppen 6 im September 2003 von der Stadt erworben, um es der Dorfgemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Im März 2004 wurde auch der zum Gebäude gehörende Scheunenanteils gekauft. Mit dem Erwerb des Anwesens und seiner Sanierung sei ein wichtiges Gebäude am Dorfanger erhalten worden, so Kühnlein.

Nach Abschluss der Dorferneuerungsmaßnahmen werden die Gesamtinvestitionen für Kleinschloppen laut Kühnlein bei 395 000 Euro liegen. Der Gesamtzuschuss des Staats belaufe sich auf 275 000 Euro. Die öffentlichen Investitionen, so Kühnlein, seien nur die eine Seite der Dorferneuerung. Die andere seien Maßnahmen im Privatbereich. In Kleinschloppen seien hier bereits 31 Objekte mit einer Investitionssumme von 354 000 Euro gefördert worden.

Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Robert Gräf, berichtete, dass die Ursprünge der Dorferneuerung bereits 25 Jahre zurücklägen. Jedoch habe sich in diesem langen Zeitraum zunächst nicht allzu viel getan. Erst 1995 sei eine Prioritätenliste erstellt worden. Die Überlegungen, ein Dorfgemeinschaftshaus zu bauen, seien konkret geworden, als das Hofmann-Haus zum Verkauf anstand.

Auch private Maßnahmen

Den kirchlichen Segen erteilte Pfarrer Michael Boronowsky von der evangelischen und Pfarrer Hans Schinhammer von der katholischen Kirchengemeinde. Der Grundstock vieler Siege beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ sei mit der Dorferneuerung gelegt worden, sagte Landrat Dr. Peter Seißer. Er versicherte, dass die Kreisstraße WUN 1 in absehbarer Zeit in Teilbereichen ausgebaut wird. Neben dem Landrat gratulierte auch Landtagsabgeordneter Dr. Karl Döhler zur gelungenen Dorferneuerung. Lothar Winkler, Abteilungsleiter am Amt für Ländliche Entwicklung, erklärte warum es 2006 zu einem Baustopp gekommen war: Die Mittel sein knapp gewesen und durften nicht überzogen werden. Winkler sprach der Dorfgemeinschaft, „die an einem Strang gezogen hat“, Dank und Anerkennung für ihren Einsatz aus. Willi Fischer